Erschließung Baugebiet "Am Schwanberg" Rödelsee

Zahlen, Daten, Fakten

Auftraggeber

Gemeinde Rödelsee

Planungszeit

2021 – 2022

Bauzeit

ab 09/2022

Leistungen

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke LP 3, 5-9, örtliche Bauüberwachung
  • Objektplanung Verkehrsanlagen LP 3, 5-9, örtliche Bauüberwachung

Bauumfang

  • Anzahl Bauplätze: 75 Stk.
  • Fläche gesamt: 12,85 ha
  • Befestigte Flächen: 2,08 ha
  • Öff. Grünflächen: 2,61 ha
  • WA-Fläche: 5,60 ha
  • Hauptkanal Schmutzwasser: ca. 1.200 m
  • Rigole: ca. 1.200 m
  • Anschlussleitungen Kanal: ca. 1.030 m
  • Kanalschächte: ca. 100 Stk.
  • VW Wasserversorgung: ca. 1400 m
  • AW Wasseranschlüsse: ca. 450 m

Die Gemeinde Rödelsee beabsichtigt, am südlichen Ortsrand ein allgemeines Wohngebiet „Am Schwanberg“ mit einer Gesamtfläche von ca. 12,85 ha auszuweisen und anschließend eine neue Anbindung an die Staatsstraße St2420 herzustellen.

Grundlage der Planung war der zuvor geänderte Flächennutzungsplan und der parallel aufgestellte Bebauungsplan „Am Schwanberg“. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wurden Umfang und Geltungsbereich angepasst.

Das Baugebiet umfasst 75 Grundstücke mit einer Größe von 500 m² bis 2.000 m². Dabei konnten die Wünsche der Bauwerber weitgehend berücksichtigt und umgesetzt werden.

Im Vorfeld der Baumaßnahmen wurde das gesamte Baugebiet in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege archäologisch untersucht.

Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Alte Iphöfer Straße im Nordosten durch den Neubau einer Einmündung. Eine neue Anbindung an die Staatsstraße St2420 entlastet zudem das bestehende Ortsnetz. Innerhalb des Baugebietes schließen verschiedene Stich- und Ringstraßen an die zentrale Sammelstraße an. Die in den Grünstreifen geplanten Fußwege durchziehen das gesamte Plangebiet und bieten eine Vernetzung innerhalb des Baugebietes, des Ortskerns und der angrenzenden Wirtschaftswege in Richtung Weinberge zur Naherholung.

Die entwässerungstechnische Erschließung erfolgt im Trennsystem. Der Schmutzwasserkanal wird an den vorhandenen Mischwasserkanal in der Jahnstraße angeschlossen.

Die geplante Wasserversorgungsleitung im Baugebiet schließt an die bestehenden Wasserversorgungsleitungen in der Jahnstraße und in der Alten Iphöfer Straße an.

Bei der Erschließungsplanung wurde besonderer Wert auf die Aspekte Umweltschutz, Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Bauabwicklung gelegt.

Blau-grüne Infrastruktur
Die Flächenversiegelung nimmt stetig zu und eine Versickerung des anfallenden Niederschlagswassers vor Ort ist immer weniger möglich. Durch die Ausweisung von vernetzten öffentlichen Grünflächen, die Verwendung geeigneter ökologischer Elemente, nachhaltige Entwässerungs- und Versickerungslösungen sowie die Begrenzung der versiegelten Flächen (durch Festsetzung einer geringen Grundflächenzahl) wird versucht, dem entgegenzuwirken.

Die Entwässerung der öffentlichen Verkehrsflächen erfolgt über das Straßenbegleitgrün. Das Niederschlagswasser wird über die eingebauten Rigolen vorgereinigt in ein Regenrückhaltebecken eingeleitet.

Klimaorientierte Bauleitplanung
Im Zentrum des Baugebietes ist eine Grünfläche vorgesehen, die von den Bewohnern als Aufenthalts- und Spielfläche genutzt werden kann. Durch den hohen Grünflächenanteil von 20% der Gesamtfläche wird ein gesundes Mikroklima gefördert.

Die durchgehenden Grünstreifen wirken als Kaltluftschneisen und geben die abgekühlte Luft an die Grundstücke ab.

Zusätzlich sind begrünte Dachflächen zugelassen. Auf allen Grundstücken ist eine Zisterne herzustellen, um das anfallende Regenwasser vor Ort nutzen zu können.

Wassersensible Siedlungsentwicklung
Der Eingriff in Natur und Umwelt durch Flächenversiegelung soll so gering wie möglich gehalten werden. Durch die Elemente der Blau-grünen Infrastruktur und den Ergebnissen der klimaorientierten Bauleitplanung wird das anfallende Niederschlagswasser möglichst lange im Gebiet gehalten. Durch das Regenrückhaltebecken und die gedrosselte Einleitung von anfallendem Niederschlagswasser in den Vorfluter wird das bestehende Gewässer nicht überlastet.

Ressourcenschonende und nachhaltige Bauabwicklung
Im Hinblick auf eine nachhaltige und ressourcenschonende Abwicklung des Bauvorhabens wurde ein Erdmassenmanagement entwickelt. Der anfallende Bodenaushub wurde auf der Baustelle zwischengelagert und nach Abschluss der Verlegearbeiten zur Wiederverfüllung verwendet.

Kontakt

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