Staatliche Feuerwehrschule Bauabschnitt II Würzburg

Bauabschnitt II – Neubau Übungsgelände

Um die Ausbildungs- und Übungseinrichtungen realistischer und moderner gestalten zu können, wurde das Gelände in den Jahren 2013 – 2017 in einem ersten Bauabschnitt um eine Fahrzeughalle, eine Übungshalle und eine Energiezentrale erweitert. Im zweiten Bauabschnitt erfolgte die infrastrukturelle Erschließung und die Herstellung der Ingenieurbauwerke im Feuerwehrübungsgelände. Bis Ende 2021 ist auf dem Gelände der Bau einer Gleisanlage mit Weiche, Bahnübergang und Gleisoberleitung geplant. Für weitere Übungsszenarien werden eine Zug- und Fahrzeugbrandstelle, eine Tankstelle, Freileitungsmasten, eine stationäre Krananlage sowie die gesamten Oberflächen im Baufeld erstellt. Der Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Würzburg, beauftragte die rö ingenieure gmbh 2015 mit der Planung und Bauüberwachung der Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen.

Ver- und Entsorgungstechnische Erschließung
Innerhalb des Übungsgeländes wurden die Kanalisation sowie die Versorgungtrassen, bestehend aus Kabelleerrohren, Brauchwasser-, Druckluft- und Gasleitungen, vollständig neu geplant, geordnet und in gemeinsamen Rohrleitungsgräben verlegt.

Regen- und Schaummittelrückhaltebecken
Die Wassermenge für die Einleitung in das städtische Kanalnetz ist begrenzt. Für die Zwischenspeicherung des anfallenden Wassers wurde ein Regenrückhaltebecken mit gedrosseltem Abfluss errichtet. Zusätzlich zum Einsatz von unbelastetem Löschwasser ist an den Brandstellen und an der Tankstelle der Einsatz von Löschschäumen vorgesehen. Da die Schäume nicht in das öffentliche Kanalnetz abgeleitet werden dürfen, werden diese in einem separaten Becken mit Kunststoffauskleidung gesammelt und können dort für die Entsorgung abgesaugt werden. Das Regenrückhalte- und das Schaummittelrückhaltebecken wurden als ein Baukörper mit Trennwand ausgebildet und in Stahlbetonbauweise ausgeführt. Aufgrund der kombinierten Anordnung ergeben sich Synergieeffekte, welche sich positiv auf den Kostenrahmen des Projektes auswirken.

Wasserübungsanlage
Als Wasserübungsanlage wurde im südlichen Liegenschaftsteil ein Teichbecken in Ortbetonbauweise errichtet. Um möglichst viele Übungsszenarien auf kleinem Raum zu ermöglichen, wurde die Teichanlage mit einer Kaimauer sowie befestigten und unbefestigten Böschungsbereichen ausgestattet. Das Teichwasser wird über einen künstlichen Bachlauf im Kreislauf geführt, hierdurch ergeben sich weitere Übungsmöglichkeiten für die SFSW, ebenso wird durch die Umwälzung einer Veralgung des Gewässers entgegengewirkt.

Brücken- und Unterführungsbauwerk
In Kombination mit der Übungsteichanlage wurde eine Unterführung und eine Brücke mit 3,5 m Durchfahrtshöhe und 7 m Spannweite als Stahlbetonrahmenkonstruktion hergestellt. Über einen Schieber- und Pumpenschacht kann das Teichwasser abgelassen und die Unterführung als Übungsszenario bis zu 60 cm hoch geflutet werden. Um das Flutungswasser nicht zu verschwenden, wird dieses nach Beendigung der Übung in den Teich zurück gepumpt.

Um den besonderen Anforderungen des Feuerwehrübungsbetriebs gerecht zu werden und die Vielzahl an Übungsszenarien auf kleinsten Raum umzusetzen, erfordert die Maßnahme einen hohen Abstimmungsbedarf mit den anderen Planern der übrigen Fachbereiche und den Ausbildern der Staatlichen Feuerwehrschule.

Kontakt

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