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Neubau Schlammentwässerung

Hammelburg

Zahlen, Daten, Fakten

Auftraggeber

Abwasserzweckverband Thulba-Saale

Planungszeit

04/2023-08/2023

Bearbeitungszeit

10/2023-11/2024

Leistungen

  • Objektplanung Ingenieurbauwerke LP2-9
  • Fachplanung Maschinentechnik LP2-9
  • TGA LP2-9
  • ELT+EMSR Technik LP2-9
  • Tragwerksplanung LP2-9
  • örtl. Bauüberwachung
  • Vermessung

Bauumfang

  • Maschinengebäude mit Pumpen- und Entwässerungstechnik
  • Erweiterung Bestandsgebäude
  • 350m Schlammdruckleitungen in PE-HD
  • Störstoffbeseitigung
  • Schlammannahme für Fremdschlämme
  • Erweiterung des Prozessleitsystems
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Aufgabenstellung 

Im Rahmen eines interkommunalen Kooperationsmodells nimmt der AZV Thulba-Saale auf der Kläranlage Hammelburg zukünftig Klärschlamm benachbarter Kommunen an, fault diesen aus und entwässert ihn, bevor er der thermischen Verwertung zugeführt wird. Dies spart Kosten wie Ressourcen und bietet den Nachbarkommunen eine langfristige Entsorgungssicherheit. Die rö ingenieure gmbh wurde im Juni 2022 mit den Planungsleistungen für die Maßnahme, bestehend aus Schlammannahme, Störstoffbeseitigung und Schlammentwässerung beauftragt. 

Neben dem Neubau eines Maschinengebäudes für die Entwässerung wurden bestehende Anlagen erweitert und Rohrleitungen verlegt, um Fremdschlamm annehmen zu können und in die bestehende Faulung einzuspeisen. Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb der Kläranlage. Zukünftig werden Klärschlämme sowohl aus Teich- als auch aus Belebungsanlagen zur Kläranlage Hammelburg angeliefert. Diese Schlämme werden messtechnisch erfasst, mechanisch aufbereitet, in der Faulung verwertet und anschließend entwässert. 

Schlammentwässerung 

Der zentrale Bestandteil der Maßnahme ist der Neubau eines Maschinengebäudes zur Schlammentwässerung. Das Gebäude wurde auf einem bestehenden Emscherbecken mit einer gegründet. Das Emscherbecken diente zudem als verlorene Schalung für einen zweigeteilten Speicher aus WU-Beton, welcher zukünftig als Vorlagebehälter für Dünnschlamm und Zentrat genutzt wird. Die Fassade des Gebäudes wurde optisch an den Bestand angepasst. Zur Entwässerung kommt ein Hochleistungsdekanter zum Einsatz. Dieser entwässert den ausgefaulten Schlamm auf einen TS-Gehalt von über 30%. Eine Verfahranlage fördert den entwässerten Schlamm wahlweise in Abrollcontainer oder einen überdachten Schlammbunker. Sämtliche Pumpentechnik wurde mit Drehkolbenpumpen mit vorgeschalteten Mazeratoren ausgeführt. 

Peripherie 

Das in der Entwässerung entstehende Zentrat ist stark belastet und muss in die biologische Reinigungsstufe der Kläranlage zurückgeführt werden. Für den Leitungsbau musste im laufenden Betrieb in den Bestand eingegriffen werden und bestehende, teils sehr komplexe Rohrleitungsverläufe angepasst werden. Bei der Planung innerhalb des Kläranlagengeländes mussten zahlreiche Hindernisse und Zwangspunkte berücksichtigt werden. 

Für den Klärschlamm von Anlagen ohne Rechen wurde ein Becken mit einem Grobrechenrost installiert, um die gröbsten Stoffe vor der Weiterbehandlung zu entfernen. 

Auf Basis einer detaillierten Bestandsaufnahme konnten die Rohrleitungsverläufe so genau geplant werden, dass der Umschluss einzelner Bestandteile im laufenden Betrieb der Anlage reibungslos von statten ging. Neben der Bautechnik und Maschinentechnik wurde die gesamte Anlage auch elektrotechnisch ausgerüstet, automatisiert und in das bestehende Prozessleitsystem der Kläranlage integriert. Die Inbetriebnahme erfolgte fristgerecht im Dezember 2024.

Kontakt

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